Aids - Eine globale KatastropheDie Einschätzung der Vereinten Nationen ist eindeutig. Zwanzig Jahre, nachdem die ersten AIDS-Fälle erkannt wurden, hat sich die Immunschwäche zur schlimmsten Krankheit entwickelt, von der die Menschheit jemals betroffen war. Seit Beginn der Epidemie haben sich mehr als 60 Millionen Menschen mit dem HIV-Viris infiziert. Mehr als 20 Millionen sind bereits an Aids gestorben. - In Afrika südlich der Sahara ist das Virus längst die Todesursache Nummer eins, weltweit steht es an vierter Stelle der Todesursachen. 28,1 Millionen Menschen sind infiziert. 55% der Infizierten sind Frauen. Armut trägt zur Verbreitung der Krankheit bei: Den Menschen fehlt der Zugang zu Information über die Übertragungswege. Hinzu kommt die Tabuisierung von Sex. Seit der Entdeckung des Virus vor 20 Jahren starben zirka 20 Millionen Menschen an AIDS, 75 Prozent davon in Afrika südlich der Sahara.
- In Westeuropa sind etwa 560.00 Menschen infiziert, davon 25% Frauen. Die Ausbreitung des Virus hat sich auf Grund umfangreicher Aufklärungskampagnen verlangsamt. 2002 gab es 30.000 Neuinfektionen. AIDS breitet sich hauptsächlich durch homosexuelle Kontakte zwischen Männern und den gemeinsamen Gebrauch von Spritzen in der Drogenszene aus.
- Weltweit leben zur Zeit rund 40Millionen mit dem HIV-Virus. Jeden Tag infizieren sich etwa 16.000 Menschen neu. Unter den HIV-Infizierten sind 2,7 Millionen Kinder und 17,6 Millionen Frauen. Hinter diesen erschreckenden Zahlen verbergen sich enormes persönliches Leid und menschliche Tragödien.
- AIDS hat weltweit rund 13 Millionen Kinder zu Waisen gemacht; ihre Zahl wird bis 2010 auf 40 Millionen steigen.
- AIDS betrifft besonders die Altersgruppe zwischen 15 und 49 Jahren, die Menschen, die arbeiten und den Rückhalt der Wirtschaft bilden. In Afrika droht der Virus Jahrzehnte von entwicklungspolitischen Anstrengungen zunichte zu machen.
- Die Lebenserwartung in den sechs am meisten von AIDS betroffenen Ländern Afrikas ist um bis zu 20 Jahre zurückgegangen.
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