Aids - eine Herausforderung für die Kirche AIDS ist und bleibt noch auf Jahrzehnte ein Thema, das die Kirchen herausfordert. Im Geist des Evangeliums versucht sie immer wieder auf der Seite der Betroffenen zu stehen Die kirchlichen Gesundheitseinrichtungen sind in einer besonderen Verantwortung, da sie, aufgrund ihrer Option für die Armen, bei der durch AIDS bedingten Verelendung für viele Menschen die einzige Möglichkeit des Zugangs zu einer angemessenen medizinischen Betreuung bieten. - Kirchlichen Krankenhäuser übernehmen in vielen Entwicklungsländern einen großen Teil der Gesundheitsversorgung. Ihr Beitrag und Potenzial zur HIV/AIDS-Bekämpfung ist enorm.
- Kirchliche Werke und ihre Partner haben in der Betreuung der Kranken und ihrer Angehörigen eine besondere Aufgabe und Verantwortung, bedingt durch die Nähe vieler kirchlicher Organisationen und Gemeinden zu den betroffenen Menschen.
- Ohne Zugang zu lebensverlängernden anti-retroviralen Therapien ist eine HIV-Infektion immer tödlich. Neben den existentiellen Fragen, die das eigene Sterben betreffen, kommt für die Betroffenen die Sorge um die Familie, die zurückbleiben wird, hinzu. An HIV sterbende Mütter und Väter sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder, die zu Waisen werden und versuchen, soweit das möglich ist, Arrangements für die Versorgung der Kinder nach ihrem Tod zu treffen.
- In vielen Fällen finden Menschen, die sich vom Glauben abgekehrt hatten, zurück zur Kirche und zu Gott. Darüber hinaus haben viele Menschen einen starken Glauben an die Macht der göttlichen Vorsehung und Liebe. Dieser Glaube legt die Sorge um das eigene Schicksal und das der Familie in die Hände Gottes.
- Kirchen und religiöse Gruppen sind mehr als anderen Organisationen, z.B. staatliche Einrichtungen, dafür geeignet, spirituelle Betreuung der von HIV Betroffenen zu leisten. Eine gute spirituelle Betreuung hängt aber auch ab von einer angemessenen Theologie, die die Betroffenen nicht verurteilt und ein Bild der Kirche als Leib Christi vermittelt, aus der niemand aufgrund einer Krankheit ausgeschlossen werden darf.
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