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Hirsefeld in Westafrika

"Durch die Arbeit und den Einsatz seiner Intelligenz gelingt es dem Menschen, die Erde zu beherrschen und sie zu seiner würdigen Wohnstätte zu machen."

Quelle: Kompendium der Soziallehre der Kirche, Nr. 176

Ernährungssouveränität und Arbeit

Problem

Antwort

Die Arbeit wird zur Ware degradiert.

Die Wirtschaft muss so organisiert werden, dass Recht auf sinnvolle Arbeit umgesetzt werden kann.

Die Arbeit der Menschen wird mehr und mehr überflüssig gemacht durch:

- Rationalisierung
- Mechanisierung
- Kommerzialisierung
Produktion eigener Nahrung schafft Möglichkeiten zu sinnvoller Arbeit.
Nicht die Menge der Nahrungsmittel ist das Problem der Versorung, sondern die ausschließliche Verfügungs- und Kontrollgewalt einiger weniger Unternehmen über die Herstellung und Verteilung von Nahrungs- oder Lebensmitteln.
Wirtschaftliches Handeln wird verstärkt zum Selbstzweck, der nur noch der Gewinnmaximierung von Konzernen und weniger der Ernährungs- und Einkommens-
sicherung der breiten Bevölkerung dient.
Nahrung soll so weit wie möglich, regional produziert und vermarktet werden. Nur wo dies nicht in ausreichendem Maße möglich ist, muß importiert werden. Nur so können Abhängigkeiten reduziert und die regionalen Kapazitäten und Arbeitsplätze erhalten und gefördert werden.
Neoliberale Strukturanpassungsprogramme, eine zunehmende Liberalisierung von Agrarmärkten und die Globalisierung der Lebensmittelherstellung schaffen in vielen Ländern des Südens eine Situation , in der wertvolle, natürliche Ressourcen nicht für Exportprodukte eingesetzt werden, und nicht den Bedürfnissen der Menschen vor Ort dienen.

Förderung kleinbäuerlicher Betriebe im Norden und im Süden

Der Großteil der Hungernden und Armen dieser Erde lebt in ländlichen Regionen. Mit der Stärkung der lokalen Lebensmittelproduktion und -verarbeitung kann Hunger bekämpft, können Arbeitsplätze gesichert oder auch neu geschaffen und die Versorgung der Stadt mit Nahrungsmitteln langfristig gesichert werden.

Die Zerstörung der lokalen Märkte und nachhaltiger Wirtschaftsformen durch Billigimporte von Nahrungs- und Lebensmitteln.

Das Ziel von Landwirtschafts- und Wirtschafts-
politik muß es sein, einen möglichst hohen Grad an Selbstversorgung im Bereich Lebensmittelproduktion und -verarbeitung zu erreichen.

 

"Agrarreformen sollten die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte fördern, insbesondere von Frauen, marginalisierten und gefährdeten Gruppen. Besonders in Gegenden mit starker sozialer Ungleichheit, Armut und Hunger sollten Agrarreformen den Zugang zu und die Kontrolle über Land und anderen Ressourcen sichern und ausweiten".

aus FIAN Pressemitteilung 11.03.06 zur Abschlußerklärung der FAO