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UN_MDGs
Millenniumentwicklungsziele
MDGs - Die Situation in Afrika


Die Länder Asiens, vor allem Indien und China, haben Riesenschritte in der Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele gemacht. Die Umsetzung dieser Ziele in Afrika hinkt. Aber auch dort gibt es in einigen Ländern hoffungsvolle Fortschritte.

1. Ziel: Die Beseitigung der extremen Armut und des Hungers

Mehrere Faktoren erschweren die Halbierung der Armut:
- Die Korruption der führenden Eliten ist den vergangenen Jahren gestiegen.
- Viele Länder Afrikas verzetteln ihre Ressourcen in internen bewaffneten Konflikten, die jede Entwicklung unmöglich machen.
- Die Dürreperioden der letzten Jahre haben den Hunger und die Abhängigkeit von auswärtiger Hilfe vergrößert. Armut und Hunger bedingen die anderen Entwicklungsziele.

2. Ziel: Die Verwirklichung der allgemeinen Primarschulbildung

In mehreren Ländern Afrikas (e.g. Tansania, Uganda, Mosambik...) sind bemerkenswerte quantitative Erfolge in der allgemeinen Schulausbildung gemacht worden. Das hat zur Folge, dass vor allem mehr Mädchen zur Schule gehen können.
Probleme:
- die hohe Dropoutrate bei Schülern
- die hohe Anzahl der Lehrer, die an Aids sterben
- das Absinken des akademischen Niveaus vor allem in den ländlichen Schulen.

3. Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen

Es gibt große Fortschritte in manchen Bereichen. Einige Länder haben Frauenquoten in den Parlamenten eingeführt. In anderen wurde das Erbrecht für Frauen gesetzlich verankert.
Probleme:
- dass Frauen im Durchschnitt nur halb so viel verdienen wie Männer
- die steigende Gewalt gegen Frauen nicht nur in Kriegsgebieten.

4. Senkung der Kindersterblichkeit

Kindersterblichkeit bleibt enorm hoch und hat von allen MDGs die geringste Chance verwirklicht zu werden. 172 von 1000 Kindern sterben immer noch im südlichen Afrika bevor sie fünf Jahre alt sind.

5. Verbesserung der Gesundheit von Müttern

Die Todesfälle bei der Geburt bleibt hoch. (Im Kongo ist 1 von 10 Geburten für die Mutter tödlich.)
Probleme:
- Vor allem in den ländlichen Gebieten fehlen die Fachkräfte.
- Mangelernährung, Malaria und HIV schwächen die Mütter.

6. Bekämpfung von Aids, Malaria und anderen Krankheiten

Trotz Aufklärungskampagnen in den meisten Ländern wächst die HIV-AIDS Infektionsrate immer noch. In vielen Ländern, vor allem im südlichen Afrika, sind bis zu 30% der jungen Menschen infiziert. Das Hinwegsterben der aktiven, und oft auch gut ausgebildeten, jüngeren Generation hat negative Folgen für das Wirtschaftswachstum und gefährdet so das Erreichen aller anderen MDGs.

7. Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit

Im Bereich der Trinkwasserversorgung hat es in vielen afrikanischen Staaten große Fortschritte gegeben.
Problematisch bleibt vor allem die sanitäre Entsorgung und Wiederaufbereitung, die oft nicht berücksichtigt wird.
 

8. Aufbau einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft

Der Fortschritt einer weltweiten Entwicklungspartnerschaft ist schwer ein zu schätzen. Undemokratische Regime (e.g. Simbabwe) und bodenlose Korruption (e.g. in Angola) machen eine sinnvolle Partnerschaft oft schwierig.
Probleme:
- Wichtiger als direkte Entwicklungshilfe für die Umsetzung der MDGs dürfte die Wirtschafts- und Handelspolitik der Industriestaaten sein. Die Entwicklung der Doha-Runde der WTO und die Orientierung der EPA Verhandlungen der EU lässt befürchten, dass es keinen politischen Willen gibt, die nationalen und regionalen Interessen den Erfordernissen einer nachhaltigen Entwicklung unterzuordnen.
- Die Inkohärenz zwischen Wirtschafts- und Entwicklungspolitik bleibt die größte Hindernis für die Umsetzung der MDGs.

Quelle: Frank Kürschner-Pelkmann,
„Noch haben wir Zeit, die Ziele zu erreichen Verwirklichung der Millenniumsziele im Südlichen Afrika.
Herausgeber. KOSA

 

  • „Wir haben die Verantwortung, an den Prinzipien der Menschenwürde und Gleichheit auch auf der globalen Ebene festzuhalten...(1)

  • "Wir sind entschlossen, einen gerechten und dauerhaften Frieden auf der Welt zu schaffen... (4)

  • „Wir glauben, dass es eine zentrale Herausforderung unserer Zeit ist, sicherzustellen, dass die Globalisierung eine positive Kraft für alle Völker der Welt wird. (5)“