Global Players im WassergeschäftDIE FÜNF GRÖSSTEN INTERNATIONALEN WASSER VERSORGER
Name |
Land |
Umsatz in Mrd. US-$ |
Kundenzahl in Mio. |
| Générale des Eaux/ Vivendi |
Frankreich |
12 |
110 |
Suez (Lyonnaise des Eaux), Bzw. Ondeo |
Frankreich |
8,5 |
110 |
| Thames Water / RWE |
Grossbritannien / Deutschland |
4 (nur Thames) |
43 |
| SAUR / Bouygues |
Frankreich |
2,2 |
30 |
| Severn Trent |
Grossbritannien |
1,3 |
20 |
Global Players - Made in GermanyDie deutsche Wasserwirtschaft spielte bis vor kurzem auf dem globalen Markt nur als Anlagen- und Technologielieferant eine Rolle. Der Wassermarkt ist fest in der Hand von englischen und französischen Multis, die als Komplettanbieter alles von der Planung eines Projekts über Finanzierung und Bau bis zum Betrieb organisieren. Mehrfach scheiterten Versuche der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) , Deutsche Unternehmen ins Geschäft zu bringen. Mittlerweile gibt es eine Handvoll großer deutscher Versorgungsunternehmen, die zunehmend auf den lukrativen Markt drängen. - Berlinwasser International (BWI): Im Oktober 1999 erward ein Konsortium aus RWE, Vivendi und Allianz 49,9 % der Anteile der Berliner Wasserbetriebe. Die Berliner Wasserbetriebe waren bereits seit den frühen neunziger Jahren international aktiv, insbesondere in Osteuropa .Diese Geschäftsbereiche wurden nach der Teilprivatisierung in Berlinwasser international (BWI) einer eigenständigen Gesellschaft, ausgegliedert.
- AquaMundo: Ist seit Ende 2000 eine "Deutsche Wasserallianz" aus drei international operierenden Unternehmen,. Dieses neue Gemeinschaftsunternehmen ist als integrierter Systemanbieter strukturiert, ähnlich wie die französischen Unternehmen.
- RWE: Mit der Übernahme von Thames Water im September 2000 stieg der Konzern zur Nummer Drei der internationalen Wasserversorger auf. RWE baut systematisch seine Präsenz im Wassersektor aus.
- E-On/Gelsenwasser: Entstand durch den Zusammenschluss von VIAG und BEBA und ist wie RWE ein Multy-Utility-Konzern (Öl, Chemie, Strom. Logistik, Telekommunikation.). Das Unternehmen ist Mehrheitseigner von Gelsenwasser, dem größten deutschen privaten Wasserversorger und hält einen 25-prozentigen Anteil an den Bremer Stadtwerken.
Über die Motive aller Großunternehmen macht ein Suez Direktor keinen Hehl: "Wir sind hier, um Geld zu machen. Früher oder später will jedes Unternehmen seine Investitionen wieder heraus haben, was bedeutet, dass die Verbraucher dafür zahlen müssen." (zt. Bei Barlow 2001) Eine von Vivendi in Auftrag gegebene Studie gibt an, dass bis zum Jahre 2010 durch Privatisierung ein zusätzlicher Markt von 26 Milliarden US-Dollar entstehen wird. Schwerpunkte liegen danach in Asien, Afrika und Lateinamerika.
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