Zur Homepage
   Themen:
· Themen Überblick
· Landnahmen
· Agrartreibstoffe
· Ernährungssouveranität
· Grundeinkommen - Bürgergeld
· Millenniumsziele
· Entschuldung
· EPAs
· Aids
· Kleinwaffen
· Kindersoldaten
· Wasser
  Übersicht
  > Allgemeines
  > Wasser ist ein knappes Gut
  > Wasser in den Religionen
  > Wasser - Menschenrecht oder Bedürfnis
  > Frauen und Wasser
  > Global Players im Wassergeschäft
  > Weltbank, Währungsfond und Wasserversorgung
  > GATS und die Wasserversorgung
  > Die deutsche Wasserpolitik
  > Public-Private-Partnership (PPP)
  > Aktuelles
  > Forderungen des NAD
  > Dokumente und Links
· Patentrechte
· EU-Zucker
   Suche
   
  Erweiterte Suche
   Kontakt
   Rundbrief
   Abkürzungen
   Links
   Impressum
   Intern
 
Netzwerk Afrika  > Themen  > Wasser

Wasser ist ein knappes Gut

 

  • 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser

  • 5 Millionen Menschen sterben jedes Jahr durch schmutziges Trinkwasser

  • Jeder zweite Einwohner in Entwicklungsländern leidet an wasserbedingten Krankheiten.

Die Bereitstellung von Wasser in ausreichender Menge und Qualität ist vielleicht die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts.

Zwei Milliarden Menschen sind ohne Zugang zu ausreichend Trink- und Sanitärwasser. Jeder zweite Mensch in den Entwicklungsländern leidet an wasserbedingten Krankheiten. Pro Jahr sterben in Entwicklungsländern etwa 5 Millionen Menschen an Krankheiten, die mit der Verunreinigung von Trinkwasser im Zusammenhang stehen. Weltweit werden nur etwa 5 % allen Abwassers einem Reinigungsprozess unterzogen. Etwa 70 % allen Süßwassers wird für die Erzeugung von Lebensmitteln (Bewässerung) verwendet. Insgesamt tragen Ausmaß und Bedeutung des gegenwärtigen Süßwasserproblems den Keim einer globalen sozialen und ökologischen Krise in sich.

Dabei sind vor allem die folgenden Probleme zu beachten:

  • Die Verfügbarkeit von Wasser deckt sich keinesfalls mit dem Bedarf der Bevölkerung.
  • Wie bei allen lebensnotwendigen Ressourcen ist der Wasserbedarf durch das Produkt Bevölkerung x Pro-Kopf-Verbrauch definiert.
  • Die Problematik besteht darin, dass gerade in jenen Regionen, in denen das größte Bevölkerungswachstum herrscht, auch der größte Nachholbedarf im Hinblick auf die Versorgung mit Süßwasser besteht. Es wird damit gerechnet, dass sich der Welt-Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 verdoppeln wird. Man kann davon ausgehen, dass der Wasserbedarf etwa im selben Maße steigen wird.
  • Wasser ist eine nicht substituierbare Ressource. Wasser ist durch nichts zu ersetzen.
  • Zusätzlich zur Wassermenge spielt die Qualität des Wassers eine entscheidende Rolle. Die Verfügbarkeit von Wasser ist daher eine komplexe Größe, die sich aus dem Mengen- und Qualitätsangebot ergibt.

Durch lokale Wasserkrisen können zahlreiche andere Probleme verursacht werden.

  • Wasserkrisen können die lokale Bevölkerung zur Abwanderung zwingen und so einen erheblichen innerstaatlichen und zwischenstaatlichen Migrationdruck erzeugen.
  • Insgesamt führen Wasserkrisen zur Übernutzung auch grenzüberschreitender Gewässer und so zu einer Zunahme regionaler Konflikte, die bis zu "Wasserkriegen" eskalieren.
  • Lokale Wasserkrisen können zu einer Desertifikation führen und so den Treibhauseffekt und die Reduktion der Biodiversität verstärken.

All dies zeigt, dass auch lokale Wasserkrisen eine immense globale Bedeutung haben, die das Wasserproblem zu einem Problem der gesamten Staatengemeinschaft macht.

2003 Internationales Jahr des Wassers

Die 87. Vollversammlung der Vereinten Nationen vom Dezember 2000 hat das Jahr 2003 zum Internationalen Jahr des Wassers erklärt (Resolution 55/196). Die Staatengemeinschaft wird aufgefordert, Aktionen, Programme und Projekte zu starten, die eine breite Bevölkerung zu einem sorgsamen Umgang mit der für das Leben von Mensch und Natur unersetzlichen Ressource Wasser anhalten.